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Biltong vom Damwild
Der wilde Snack für Deinen Jagdrucksack

Biltong vom Damwildkalb
Würzig, proteinreich und perfekt für unterwegs: Biltong vom Damwildkalb als Jagdsnack.

Biltong ist eine Spezialität aus dem südlichen Afrika. Vor allem in Südafrika und Namibia wird es traditionell aus regionalen Wildarten wie Kudu oder Springbock hergestellt. Der Name stammt aus dem Niederländischen und setzt sich aus „Bil“ (Keule, Hinterteil) und „Tong“ (Zunge, Streifen) zusammen – sinngemäß also „Keulenstreifen“. Genau das beschreibt auch die typische Form: längliche Fleischstreifen, die nach dem Würzen schonend getrocknet werden.

Entstanden ist Biltong aus dem Wunsch, Fleisch ohne Kühlung haltbar zu machen – gerade bei warmen Temperaturen. Dafür sorgen Salz, Essig, Gewürze und der anschließende Trocknungsprozess. Das Ergebnis ist ein proteinreicher Snack, der sich ideal für lange Tage draußen eignet – ob auf der Pirsch, beim Ansitz oder einfach im Jagdrucksack.

Heute wird Biltong häufig unter kontrollierten Bedingungen hergestellt. Dadurch reift es gleichmäßiger und Du kannst die gewünschte Bissfestigkeit besser steuern: von angenehm zart bis kernig.

Was ist Biltong?

Biltong aus Wildfleisch hängt im DRY AGER® Reifeschrank und reift schonend
Biltong reift im DRY AGER® Reifeschrank unter konstanten Bedingungen und entwickelt sein typisches Aroma.

Biltong ist gewürztes Trockenfleisch, das in Streifen geschnitten, mariniert und anschließend über mehrere Tage gereift und schonend getrocknet wird. Typisch sind die kräftige Würzung, eine leichte Säurenote durch Essig und die charakteristische Streifenform. Je nach Reifegrad bleibt Biltong innen noch angenehm saftig oder wird fester und kerniger.

Nach dem Trocknen wird es fein gehobelt oder in mundgerechte Stücke geschnitten. Wer Biltong selber machen will, braucht vor allem hochwertiges Fleisch, eine gute Marinade und konstante Bedingungen beim Trocknen.

Biltong vs. Jerky – Was ist der Unterschied?

Biltong und Jerky sehen ähnlich aus – beides sind Trockenfleisch-Snacks, die lange haltbar sind. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich in Zubereitung, Geschmack und Konsistenz.
Jerky wird meist dünn geschnitten und bei warmer Luft getrocknet, häufig bei höheren Temperaturen. Dadurch wird es oft gleichmäßig fest und bekommt einen leicht „gekochten“ Charakter. Biltong dagegen wird meist dicker zugeschnitten und langsamer getrocknet. Je nach Trocknungsdauer bleibt es innen zarter und kann eine angenehmere Textur behalten.
Auch geschmacklich ist Biltong typisch: Klassisch wird es mit Essig, Salz, Pfeffer und Koriander gewürzt. Jerky setzt dagegen häufig stärker auf Süße oder Rauch, zum Beispiel mit Zucker, Honig oder BBQ-Aromen.

Kurz gesagt: Jerky ist meist dünner, fester und stärker erhitzt – Biltong ist dicker, aromatischer und kann innen noch zart bleiben. Gerade bei Biltong aus Damwild kommt das feine Wildaroma so besonders gut zur Geltung.

Wie machst Du Biltong vom Damwildkalb selbst? - Ein einfaches Rezept

Damwildkalb im Wildkühlschrank LU 9000 Premium
Das Damwildkalb hängt im Wildkühlschrank LU 9000 Premium und kühlt optimal für die Weiterverarbeitung.

Für Biltong ist Damwildkalb eine hervorragende Wahl. Das Wildbret ist feinfasrig, mager und bringt ein mildes Wildaroma mit – genau das, was eine kräftige Würzung perfekt trägt, ohne den Eigengeschmack zu überdecken. Gerade deshalb eignet sich Damwildkalb ideal, wenn Du Biltong aus Wildbret selber machen willst.

Am besten funktionieren Teilstücke aus der Keule, zum Beispiel Ober- und Unterschale, Hüfte oder Semmerrolle. Wichtig ist ein sauberer Zuschnitt: Sehnen, Silberhaut und Fleischhäute sollten konsequent entfernt werden. Was anfangs „nur“ nach Arbeit aussieht, zahlt sich später aus – denn diese Häute werden beim Trocknen zäh und stören das Mundgefühl. Ein gut versäubertes Stück sorgt dafür, dass das Biltong gleichmäßig trocknet und am Ende wirklich angenehm zu kauen ist.

Zutaten für Biltong

Biltong lebt von der Würzung – und genau hier kannst Du richtig variieren. In diesem Rezept bekommst Du zwei bewährte Varianten:

  • „Blackforest“: würzig, waldig, mit Wacholder und Pfeffer – perfekt zu Damwild
  • „South Africa / Chakalaka“: kräftig, warm, leicht scharf – typisch afrikanisch

Marinade (Basis)
Das Verhältnis von Worcestersauce zu Essig liegt bei 1:5.
Für ca. 2 kg Fleisch brauchst Du:

  • 20 ml Worcestersauce
  • 100 ml Essig (Apfelessig oder Weißweinessig)

Gewürzmischung „Blackforest“
Kräftig, aromatisch und mit leicht harzigem Touch – das passt hervorragend zu Wildbret.

  • 20 g Tannensalz
  • 20 g grober Pfeffer
  • 20 g Koriandersamen
  • ein paar Wacholderbeeren
  • 20 g brauner Zucker
  • 10 g Backpulver oder Natron (optional)

Gewürzmischung „South Africa / Chakalaka“
Typisch afrikanisch: Paprika, Curry, Chili – warm, würzig und mit ordentlich Charakter.

  • je 15 g Paprikapulver edelsüß und rosenscharf
  • 6 g Currypulver
  • je 5 g Chili- und Ingwerpulver
  • 2 g Salz
  • 5 g Korianderpulver
  • 5 g Backpulver oder Natron (optional)
Gewürze und Zutaten für Biltong
Zwei Gewürzrichtungen - Blackforest rustikal und kräftig, Chakalaka fruchtig-pikant.

Vorbereitung und Equipment

Neben Gewürzen und Essig brauchst Du für Biltong nicht viel – aber das richtige Equipment macht den Ablauf sauber und hygienisch:

Das benötigst Du:

Wichtig: Beim Marinieren solltest Du auf Metallbehälter verzichten, denn Essig kann in Kombination mit Backpulver/Natron reagieren. Auch Metallhaken zum Aufhängen sind in der Praxis nicht ideal. Bewährt haben sich Kunststoffbehälter und das Auffädeln der Streifen auf den Wurst- und Schinkengarn – das ist unkompliziert, zuverlässig und lässt sich nach dem Trocknen leicht reinigen.

Wildbret versäubern und zuschneiden

Für Biltong wird das Wildbret sauber aus der Keule ausgelöst. Geeignet sind vor allem Ober- und Unterschale, Hüfte und Semmerrolle. Diese Teilstücke werden zunächst grob versäubert. Die Nuss eignet sich weniger gut für Biltong und wird besser für andere Zwecke zurückgelegt.

Wildbret parieren
Parieren von Wildbret: Sehnen und Silberhaut werden für die Biltong-Herstellung sauber entfernt.

Anschließend werden die Teilstücke sorgfältig von Sehnen, Silberhaut und Fleischhäuten befreit. Das ist ein entscheidender Schritt, denn alles, was an Häuten und Sehnen im Fleisch bleibt, wird beim Trocknen zäh und verschlechtert später das Kaugefühl deutlich.

Wildbret in Streifen schneiden
Gleichmäßige Streifen sorgen für eine gleichmäßige Reifung und ein kontrollierbares Ergebnis.

Danach wird das Wildbret längs zur Faser in etwa 2 cm breite Streifen geschnitten. Achte dabei auf eine möglichst gleichmäßige Dicke, damit die Streifen später gleichmäßig reifen und trocknen.

Die Fleischstreifen können entweder lang belassen werden oder schon jetzt in Stücke von etwa 5 cm Länge zugeschnitten werden. Klassisch bleibt Biltong jedoch lang und wird erst nach dem Reife- und Trocknungsprozess in mundgerechte Stücke geschnitten oder fein gehobelt.

Biltong zubereiten

Gewürze rösten - mehr Aroma

Damit Pfeffer, Koriander & Co. ihr volles Aroma entfalten, lohnt es sich, ganze Gewürze wie Pfefferkörner und Koriandersamen kurz anzurösten. Das geht am besten in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze. Wichtig: nur anrösten, nicht verbrennen - sonst wird das Ergebnis bitter. Anschließend werden die Gewürze gemörsert oder grob geschrotet.

Marinade anrühren - Essig und Worcestersauce

Die Marinade ist schnell gemischt: Essig und Worcestersauce im Verhältnis 5:1. Danach werden Fleischstreifen und Würzung im Behälter geschichtet.

So gehst Du vor:

  1. Etwas Marinade auf den Boden des Behälters geben
  2. Eine dünne Schicht Gewürzmischung darüber streuen
  3. Fleischstreifen einlegen
  4. Mit Marinade bepinseln oder besprühen
  5. Wieder würzen
  6. Schichtweise fortfahren, bis alles verarbeitet ist

Am Ende wird der Behälter luftdicht mit Frischhaltefolie abgedeckt.

Wichtig: Essig und Backpulver/Natron können reagieren – daher beim Marinieren kein Metallbehälter verwenden.

Marinieren im DRY AGER® Reifeschrank

Fleischstreifen marinieren
Schichtweises Marinieren sorgt dafür, dass die Fleischstreifen gleichmäßig Würze und Säure aufnehmen.

Das geschichtete Fleisch wird anschließend 1–2 Tage im DRY AGER® Reifeschrank mariniert – im Programm P28. So zieht die Würze gleichmäßig ein und das Wildbret bekommt die typische Biltong-Basis.

Abtupfen – Startschuss für die Trocknung

Nach der Marinierzeit werden die Fleischstücke auf Küchenpapier gelegt und ebenfalls mit Küchenpapier abgedeckt. Mit leichtem Druck wird überschüssige Marinade abgenommen. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Oberfläche schneller abtrocknet und die Trocknung gleichmäßig startet.

Auffädeln – sauber aufhängen

Die abgetupften Fleischstreifen werden mit einer Spicknadel auf einen Wurst- und Schinkengarn aufgefädelt. Das ist nicht nur praktisch, sondern verhindert auch mögliche Reaktionen mit Metallhaken. Außerdem hängen die Streifen frei und gleichmäßig – ideal für eine saubere Reifung.

Fleischstreifen mit Schinkennadel durchstechen
Aufgefädelte Fleischstreifen hängen frei und gleichmäßig - ideal für eine saubere Reifung.

Reifen und trocknen im DRY AGER® Reifeschrank

Die aufgefädelten Streifen werden im DRY AGER® Reifeschrank im Programm P31 getrocknet und gereift. Je nach Dicke der Streifen dauert das etwa 7–10 Tage. Wie fest das Biltong am Ende wird, hängt vom persönlichen Geschmack ab:

  • kürzer gereift: innen noch zarter, leicht saftig
  • länger gereift: fester, kerniger und intensiver

Warum ist ein DRY AGER® Reifeschrank so praktisch?

Biltong reift im DRY AGER Reifeschrank
Konstantes Klima im DRY AGER® Reifeschrank sorgt für eine gleichmäßige Reifung und kontrollierte Trocknung.

Gerade bei Biltong ist ein konstantes Klima entscheidend, damit alles gleichmäßig reift und trocknet. Im DRY AGER® Reifeschrank ist das besonders einfach: Dank der SmartAging®-Technologie wählst Du das passende Programm direkt über die Steuereinheit – und der Reifeschrank übernimmt die Steuerung automatisch per Knopfdruck.

Die SmartAging®-Programme sind so entwickelt, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit passend geregelt werden. Dadurch bekommst Du ein gleichmäßiges, reproduzierbares Ergebnis, ohne ständig nachjustieren zu müssen.

Genießen!

Nach Ende des Reife- und Trocknungsprozesses wird das Biltong entweder fein gehobelt oder in mundgerechte Stücke geschnitten. Für die beste Textur empfiehlt es sich, quer zur Faser zu schneiden – so bleibt das Wildbret zart und lässt sich angenehm kauen. Je nach persönlichem Geschmack kann Biltong direkt genossen werden: leicht saftig im Kern oder vollständig durchgetrocknet und kernig. Gerade bei Biltong vom Damwildkalb kommt dabei das feine Wildaroma besonders gut zur Geltung.

Festigkeit von Biltong prüfen
Mit einer Druckprobe wird geprüft, ob das Biltong die gewünschte Festigkeit erreicht hat.

Tipps für die Zubereitung von Biltong

  • Sauberer Zuschnitt: Sehnen, Silberhaut und Fleischhäute konsequent entfernen – das verhindert zähe Stellen und sorgt für ein angenehmes Kaugefühl.
  • Gleichmäßige Streifen: Eine einheitliche Dicke ist entscheidend, damit das Biltong gleichmäßig reift und trocknet.
  • Kein Metall bei der Marinade: Essig und Backpulver/Natron können reagieren – deshalb nur Kunststoffbehälter verwenden und die Streifen besser auf Garn statt an Metallhaken aufhängen.
  • Reifegrad im Blick behalten: Oberfläche und Festigkeit regelmäßig kontrollieren – wann das Biltong „perfekt“ ist, ist reine Geschmackssache.
  • Haltbarkeit: Kühl, trocken und luftdicht gelagert hält sich Biltong lange. Für eine längere Lagerung empfiehlt sich das Vakuumieren mit einem Vakuumiergerät und passenden Vakuumbeuteln – so bleibt Aroma und Konsistenz zuverlässig erhalten.
  • Gewürzprofil variieren: Blackforest ist rustikal und kräftig, Chakalaka fruchtig-pikant – beide Varianten passen hervorragend zu Damwildkalb.

Guten Appetit!



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Wild ist vielfältig! Dieser Überzeugung ist auch Koch, Jäger und Autor Markus Sämmer. Zusammen mit den Profis von Landig gibt er sein Wissen rund um die gekonnte Veredelung von Wildbret weiter: Vom Wursten übers Räuchern bis hin zur perfekten Zubereitung von Fleisch aus der eigenen Herstellung, aus der eigenen Küche.

Mit diesem langjährigen Know-how und ausgefeilten Rezepten für selbstgemachten Schinken, verschiedensten Würste, Leberkäse & Co. gelingt der nachhaltige und gesunde Genuss von Wildbret einfach unverkennbar gut.

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